Navi-Kaufberatung

Mittwoch, 30. November 2011

Wenn schon Navi, dann aber richtig

Weihnachten steht vor der Tür und auf so manchem Wunschzettel steht ein mobiles Navigationsgerät. Nicht jeder Oldi-Fahrer hat ständig einen kompetenten und motivierten Beifahrer / Beifahrerin neben sich, um ohne Stress auch nicht bekannte Strecken anzugehen.

Verlockend sind die Angebote für ein Navi mit aktuellem Kartensatz für unter 200,- EU. Ein Regalfach höher liegen Edel-Navis für den dreifachen Preis. Wo ist der Unterschied, was können die mehr?

Letzt endlich kommt es darauf an, für welchen Einsatz das Navi vorgesehen ist.

Die häufigste Anwendung ist:
Ich möchte schnell oder auf kürzestem Wege von Ort A nach Ort B kommen. Das wollen Geschäftsreisende, Lieferanten und Taxifahrer, passt aber nicht so richtig für den, der mit dem Cabrio / Oldi eine auf der Karte ausgeguckte Wegstrecke fahren will. Zeit spielt für uns nicht die entscheidende Rolle und Umwege werden gern in Kauf genommen, Hauptsache die Strecke gefällt.

Meine Vorstellungen:
Wenn die vom Navi vorgeschlagene Route nicht den Vorstellungen entspricht, kommt der Wunsch nach einzugebenden Zwischenzielen auf, denn so kann die Route auch im gewünschten Bogen abgebildet werden. Wobei Innenstädte wegen der vielen Ampeln wenn möglich auf einer Umgehungsstrasse umfahren werden sollen.

Und wenn ich die zu fahrende Route mit den Zwischenzielen eingegeben habe, dann soll mich das Navi optisch und akustisch (Sprachausgabe) rechtzeitig auf Abzweigungen hinweisen. Wobei die Routenführung auch bei Sonnenlicht gut ablesbar sein soll.

Fassen wir zusammen:

    • Die gewünschte Route soll durch selbst gewählte Zwischenziele den eigenen Anforderungen an die zu fahrende Strecke entsprechen.
    • Die vom Navi vorgeschlagene Route soll einmal die schnellste Verbindung (Umgehungsstrasse) und dann wieder die kürzeste Strecke (Nebenstrecke) berücksichtigen.
    • Bei Sonnenlicht soll die Anzeige noch gut lesbar sein. Und einen Schauer sollte es auch abkönnen.
    • Eine Sprachausgabe ist unverzichtbar, denn ständig auf das Navi zu schauen kann nervig sein.
    • Ach ja, an die Stromversorgung sollte auch gedacht werden. Notfalls wird eine 12Volt-Steckdose nachgerüstet.


Und noch ein Wunsch fällt mir ein: Bei einer Fahrt ins Blaue soll das Navi die gefahrene Route notieren (loggen), um sie zu Hause auf dem PC anzusehen und um sie für´s nächste mal zu optimieren.

Wenn ich noch einen Wunsch frei habe, dann möchte ich die am PC optimierte Route in´s Navi eingeben und sie noch einmal abfahren. Oder aber, die erarbeitete Route kommt von einem Freund, der sie mir auf einer SD-Card zur Verfügung stellt.

Die Verlockung; So könnte es aussehen:
Vor Antritt der Ausfahrt wird auf dem PC die zu fahrende Route festgelegt und auf das Navi übertragen. Völlig entspannt kann Fahrer/in und Beifahrer/in die Ausfahrt geniessen, denn jede Abbiegung wird rechtzeitig angesagt, wobei der Strassenverlauf auch bei Sonnenschein auf der Anzeige nachvollzogen werden kann.


Spätestens jetzt können wir uns von den preiswert-Navi´s verabschieden und wenden unseren Blick auf das obere Regal.

Mein Kauf-Tipp:
Schildern Sie dem Verkäufer genau was sie wollen und lassen sich die gewünschte Funktion zeigen. Die Aussage "das kann das Navi auch" reicht nicht aus. Sparen Sie nicht bei der Investition.

Hinweis: Seit Jahren nutze ich das Navi zur Navigation im Oldtimer und habe allein oder zu zweit viele Tausend Km zurückgelegt. Nach wie vor bin ich davon fasziniert. Auf meiner Homepage www.british-cars.de und auf  www.touren-fuer-geniesser.de können einige gefahrene Routen nachvollzogen werden.

Verfasser: Hartmut Henne